Vergütung von Bereitschaftszeiten

Ein wenig Klarheit und Rechtssicherheit im Bereich der Vergütung von Bereitschaftszeiten bringt ein Urteil des 2. Senats des Landesarbeitsgerichtes Berlin-Brandenburg vom 04.02.2010. Hiernach ist Bereitschaftszeit im vergütungsrechtlichen Sinne Arbeitszeit und somit grundsätzlich wie Vollarbeitszeit zu vergüten. Sollen Bereitschaftszeiten geringer als Vollarbeitszeiten vergütet werden, so muss dies entweder individualvertraglich oder kollektivrechtlich vereinbart werden. Im vorliegenden Fall wurde dem klagenden Berufskraftfahrer, der sich auf längeren Touren mit einem anderen Fahrer abwechselte, auch für die Zeiten als Beifahrer mangels anderweitiger Vereinbarung die volle Arbeitsvergütung zugesprochen.

Quelle: LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 04.02.2010, Az. 2 Sa 498/09