Neue Verjährungsfristen im Familien- und Erbrecht

In meinem Beitrag vom 07.07.2009 hatte ich bereits über die vom Bundestag beschlossene Erbrechtsreform berichtet. Im Zuge dieser Gesetzesänderungen werden zum 01.01.2010 die Verjährungsfristen im Familien- und Erbrecht weitgehend an die dreijährige Regelverjährung angepasst.

Die Regelung des § 197 Abs. 1 Nr. 2 BGB wird aufgehoben. Familien- und erbrechtliche Ansprüche unterliegen somit der regelmäßigen dreijährigen Verjährungsfrist des § 195 BGB.

Ebenfalls aufgehoben wird die Regelung des § 1378 Abs. 4 BGB. Daher gelten für den Zugewinn die allgemeinen Vorschriften. Die maßgebliche Verjährungsfrist beträgt zwar weiterhin 3 Jahre, jedoch beginnt diese erst mit dem Schluss des Jahres zu laufen, in dem der Anspruch entstanden ist, und der Gläubiger Kenntnis von dem Anspruch erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen können (§ 199 Abs. 1 BGB).

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